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  Weltweite Konjunkturprogramme bieten Chancen in der Krise  
 


Besonders vielversprechend ist weltweit der Bereich Infrastruktur. In 14 ausgewählten Ländern sollen allein über 1,5 Billionen Euro für meist langfristig angelegte Vorhaben eingesetzt werden.

Geschäftschancen bieten zum Beispiel die USA. „Das weltgrößte Konjunkturprogramm von Präsident Obama ist für deutsche Unternehmen trotz einiger Buy-American-Klauseln vor allem in den Sektoren Energie- und Gebäudeeffizienz, erneuerbare Energien, umweltfreundliche Kfz und einige Bereiche der Infrastruktur interessant“, betont der Geschäftsführer von Germany Trade & Invest*, Michael Pfeiffer.

„Ein Blick lohnt sich auch auf andere Länder, die für deutsche Exporteure nicht unmittelbar im Fokus stehen. Dies sind etwa Taiwan, Singapur, Hongkong, Kasachstan, Tschechien, Saudi-Arabien, Südafrika oder Katar. Auch Länder unmittelbar vor der „deutschen Haustür“ wie Österreich oder Italien bieten interessante Aspekte.“

In Mittel- und Osteuropa setzen viele neue EU-Mitgliedsstaaten dank starker Unterstützung aus Brüssel auf milliardenschwere Infrastrukturprojekte. Im Fokus stehen hier Verkehrsvorhaben, die Abfallwirtschaft und der Bau von Kläranlagen. Im Bereich Umwelttechnik sind vor allem der Markt für erneuerbare Energien mit vielen Projekten für Solarkraft, aber auch Wasserkraft, Biogas und Biomasse zu nennen.

Auch China und Indien kämpfen mit umfangreichen Konjunkturprogrammen gegen schrumpfende Volkswirtschaften an.  Dabei werden meistens Infrastrukturprojekte, die ohnehin geplant waren, vorgezogen oder mit mehr Mitteln ausgestattet.

In Südafrika und Brasilien verleihen die Fußball-WM 2010 beziehungsweise 2014 der Bauwirtschaft neue Impulse.

Die Länder der Arabischen Halbinsel sind ebenfalls vielversprechend. Auf Rekordkurs ist die Wirtschaft des kleinen Emirats Katar: Prognosen zufolge wird das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 12, im nächsten Jahr gar um 20 % wachsen.

Saudi Arabien will in nur 15 Jahren eine Retortenstadt von der Größe Washington D.C.s bauen. Die King Abdullah Economic City ist nur eine von sechs Wirtschaftsstädten mit ihren Industriezonen. Nach ihrer Fertigstellung werden die Städte zu heutigen Preisen mehrere hundert Milliarden US-Dollar gekostet haben.

Eines der interessantesten Infrastrukturprojekte der Region ist die "Freundschaftsbrücke" zwischen Bahrain und Katar - eine aus mehreren Dämmen und Brücken bestehende 45 km lange und etwa 4 Mrd. bis 5 Mrd. US$ teure Konstruktion. Mit den Bauarbeiten wird in diesem Jahr begonnen und schon 2013 können dann die ersten Autos und Eisenbahnen zwischen beiden Ländern verkehren.

Die Ergebnisse der gesamten Analyse können im Detail unter www.gtai.de/chancen-in-der-krise abgerufen werden. Das Special wird regelmäßig aktualisiert.

Germany Trade and Invest ist die neue Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist durch die Fusion der Bundesagentur für Außenwirtschaft und der Invest in Germany GmbH zum 1. Januar 2009 entstanden. Die Gesellschaft berät und unterstützt in Deutschland ansässige Unternehmen bei der Erschließung von Auslandsmärkten sowie ausländische Unternehmen bei der Ausdehnung ihrer Geschäftstätigkeit auf Deutschland.

(eingestellt 11.03.09)