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Die jüngste IHK-Ausbildungsumfrage unter 1.173 Ausbildungsunternehmen in Hessen ergab, dass bei jedem fünften IHK-Unternehmen im vergangenen Jahr offene Stellen unbesetzt blieben. Ursache hierfür waren fehlende oder ungeeignete Bewerber.
Ausbildungsreife fördern
Angesichts des bevorstehenden Fachkräftemangels setzt daher der neue Pakt auf die Berufsorientierung in Schulen und Stärkung der Ausbildungsreife bei Schulabgängern sowie dem Erschließen neuer Potenziale, aus denen noch Fachkräfte entwickelt werden könnten. Ein wichtiges Instrument ist die Abstimmung von Maßnahmen und Prozessen in lokalen Netzwerken, die sogenannte OloV-Strategie.
Mit der Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit (OloV) sind hessenweite Qualitätsstandards für die Berufsorientierung an Schulen, die Vermittlung in Ausbildung und die Akquise von Ausbildungsplätzen geschaffen worden. Erstmals wird mit der integrierten Ausbildungsstatistik ein Monitoring-Instrument eingeführt, dass die Wirksamkeit dieser Vorhaben hessenweit, aber auch landkreisbezogen messen wird.
Mehr Tempo bei Umsetzung der OloV-Strategie
Die hessischen Industrie- und Handelskammern, die Personalkapazitäten sowohl in die OloV-Strategie wie auch in die Lehrerausbildung investieren wollen, erwarten von der Landesregierung eine zügige Umsetzung der einzelnen Punkte, die bei Schulabgängern zu mehr Berufsreife und Arbeitsweltorientierung führen sollen. Von den Landkreisen und Städten, die in den meisten Regionen die OloV-Strategie federführend steuern, erwarten sie ein deutlicheres Bekenntnis zu den vereinbarten OloV-Zielen.
Unterzeichner des hessischen Ausbildungspaktes 2010 sind neben der Landesregierung und der IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen, die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, die Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern, die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, der Verband Freier Berufe in Hessen, der Hessische Landkreistag, der Hessische Städtetag und der Hessische Städte- und Gemeindebund. Die Gewerkschaften haben eine Teilnahme abgelehnt. Der neue Hessische Pakt für Ausbildung ist bis zum Jahr 2012 gültig.
Alle Themen des Monats finden Sie unter http://www.ihk-hessen.de/

Dieter Schütz / PIXELIO
eingestellt am 07.04.10 (tb)
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