Ausbildung in Teilzeit

Eine Berufsausbildung kann auch in Teilzeit absolviert werden. Laut Berufsbildungsgesetz müssen dafür allerdings Gründe wie beispielsweise ein eigenes Kind, die Betreuung eines pflegebedürftigen Familienmitglieds oder die Ausübung von Leistungssport sein.

Solange der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung keine weiteren Richtlinien für „berechtigtes Interesses“ erlässt, können nur die oben genannten Gründe anerkannt werden. Gerne informieren wir Sie, für wen eine Teilzeitausbildung möglich ist und welche Aspekte dabei beachtet werden müssen.

Wie kann die Teilzeitausbildung ablaufen?

Modell 1

Bei bleibt die Regelausbildungsdauer unverändert (zum Beispiel drei Jahre gemäß der Ausbildungsordnung).
Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt hierbei mindestens 25 Wochenstunden – einschließlich des Berufsschulunterrichts.

Modell 2

Die Regelausbildungsdauer wird um maximal ein Jahr verlängert, wodurch sich die wöchentliche Arbeitszeit, einschließlich des Berufsschulunterrichts, auf mindestens 20 Wochenstunden reduziert. Sofern Teilzeit-Azubis an genauso vielen Arbeitstagen wie Vollzeitbeschäftigte, arbeiten, haben sie den gleichen Urlaubsanspruch. Wird die Teilzeitausbildung an weniger betrieblichen Arbeitstagen absolviert, reduziert sich der Urlaubsanspruch entsprechend.
Beispiel:
25 Urlaubstage für Vollzeit, 5 Tagewoche bei Vollzeit, 4 Tage Teilzeit: 25 : 5 x 4 = 20 Urlaubstage.

Wie sieht es finanziell aus?

Auch Teilzeit-Azubis erhalten eine Ausbildungsvergütung von ihrer Ausbildungsstätte. Diese kann jedoch entsprechend der wöchentlichen Arbeitszeit geringer sein. Die zuständige Agentur für Arbeit berät über mögliche ergänzende Leistungen. Ferner können auch Kindergeld oder Wohngeld in Frage kommen.
Über die Möglichkeiten der Kinderbetreuung berät das Jugendamt.