Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen im Einzelhandel

Nachfolgend möchten wir Ihnen Hilfestellungen für die Umsetzung der Vorgaben zur Hygiene und zum Infektionsschutz insbesondere in geöffneten Einzelhandelsgeschäften geben.
Bitte beachten Sie, dass örtliche Unterschiede durch die Vorgaben der Ordnungsbehörden bestehen können.

Grundsätzliches Ziel für alle Unternehmen ist, die Ansteckungsgefahren bei der Wiedereröffnung zu minimieren bzw. auszuschließen und die Arbeit zu entzerren. Die ‎‎Aufzählung der möglichen Maßnahmen und Vorschläge stellt keine Priorisierung dar.‎

Seit dem 17. Mai 2021 gelten Lockerungen für Städte und Landkreise, in denen die Bundesnotbremse wegfällt.

Wann tritt die Bundesnotbremse außer Kraft?

Die Bundesnotbremse tritt am übernächsten Tag außer Kraft, sobald ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt fünf Werktage in Folge eine Inzidenz von unter 100 aufweist.
Stufe 2 sieht weitere Lockerungen vor, falls die Inzidenz nach der Stufe 1 weitere 14 aufeinanderfolgende Tage unter 100 oder sobald sie fünf aufeinanderfolgende Tage lang unter 50 liegt.

Regeln bei Wegfall der Bundesnotbremse

Stufe 1 (= Wegfall der Bundesnotbremse): Der erweitere Einzelhandel darf wie bisher öffnen. Darunter zählen die aufgelisteten Betriebe der Auslegungshinweise in Hessen. Die Verkaufsstellen des Einzelhandels können mit fester Terminvergabe und Einhaltung besonderer Hygienevorkehrungen öffnen (click & meet).

Stufe 2 (= weitere 14 Tage unter 100 oder 5 Tage unter 50): Alle Geschäfte dürfen mit Zugangsbeschränkung und Maskenpflicht öffnen. Ein tagesaktueller Test wird empfohlen.

Folgende Flächenbeschränkung gilt:
  • Auf die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche wird höchstens eine Kundin oder ein Kunde je angefangener 10 Quadratmetern eingelassen.
  • Auf die 800 Quadratmeter übersteigende Verkaufsfläche wird höchstens eine Kundin oder ein Kunde je angefangener 20 Quadratmeter eingelassen.

Corona-Bundesnotbremse

Diese Regelungen gelten für den Handel, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 150 liegt:

Tritt die Bundesnotbremse bei Landkreisen oder kreisfreien Städten in Kraft, sind Ladengeschäfte und Märkte mit Kundenverkehr zu schließen.
In Hessen darf der Handel in Landkreisen oder kreisfreien Städten Click & Meet mit negativem Test, Click & Collect und Lieferung anbieten, sofern die Inzidenz unter 150 liegt. “Click, Test & Meet” bedeutet, dass der Besuch der geschlossenen Einzelhandelsgeschäfte nach vorheriger Terminbuchung möglich ist. Voraussetzung ist ein negativer Corona-Test des Kunden.

Der Negativnachweis kann wie folgt geschehen:
  • Bescheinigung aufgrund einer molekularbiologischen Testung (PCRTest),
  • die Bescheinigung aufgrund eines Antigen-Schnelltests,
  • eine Bescheinigung über einen im Rahmen einer Beschäftigung durchgeführten Test mit einem zugelassenen Antigen-Test zur Eigenanwendung durch Laien (Selbsttest),
  • einen anlassbezogenen vor Ort durchgeführten Selbsttest oder
  • den Nachweis des vollständigen Impfschutzes.
Zusätzlich gilt eine Zulassungsbeschränkung für die ersten 800 qm auf 1 Kunde pro 20 qm und darüberhinaus 1 Kunde pro 40 qm Verkaufsfläche.

Unabhängig von der Inzidenz dürfen während der Bundesnotbremse öffnen:
  • Lebensmittelhandel einschließlich der Direktvermarktung
  • Getränkemärkte
  • Reformhäuser
  • Babyfachmärkte
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Drogerien
  • Optiker
  • Hörakustiker
  • Tankstellen
  • Stellen des Zeitungsverkaufs
  • Buchhandlungen
  • Blumenfachgeschäfte
  • Tierbedarfsmärkte
  • Futtermittelmärkte
  • Gartenmärkte
  • Großhandel.
Achtung: Baumärkte dürfen während der Bundesnotbremse nur im Rahmen von “Click, Test & Meet” Kunden empfangen. Gewerbliche Kunden können weiterhin regulär bedient werden.


I. Schutzmaßnahmen im Kundenverkehr – Spezifische Regelungen in Hessen

Mit Anpassung an das Bevölkerungsschutzgesetz ist in Hessen “Click & meet”  auch bei einer Sieben-Tage-Indizidenz unter 100 möglich.
Die Terminvereinbarung kann hierfür per Telefon, Email oder bei möglichen freien Kapazitäten auch vor Ort direkt geschehen.
Name, Anschrift und Telefonnummer der Kundinnen und Kunden sind ausschließlich zur Ermöglichung der Nachverfolgung von Infektionen von der Verkaufsstelle zu erfassen. Diese Daten müssen für die Dauer eines Monats nach dem Einzelkundentermin geschützt vor Einsichtnahme durch Dritte für die zuständigen Behörden aufbewahrt werden. Die Daten sind bei behördlicher Anforderung an diese zu übermitteln sowie unverzüglich nach Ablauf der Frist sicher und datenschutzkonform zu löschen.
Das Anbieten von Abhol- und Lieferdiensten (click & collect) ist weiterhin eine Möglichkeit. Bestellungen können telefonisch, per E-Mail oder über ein Online-Angebot aufgenommen werden. Die Waren können abgeholt oder geliefert werden. Der Umtausch ist im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen möglich.

Hygieneregeln (click&meet)

  • Das Betreten der Verkaufsstellen des Einzelhandels ist ausschließlich nach vorheriger Terminvergabe an Einzelpersonen oder Gruppen (maximal zwei Haushalte, zuzüglich Genesene oder vollständig Geimpfte) und für einen fest begrenzten Zeitraumzulässig.
  • Für das Betreten des Publikumsbereichs von Verkaufsstellen des Einzelhandelswirdein Negativnachweisfür alle Kundinnen und Kundenüber sechs Jahren (siehe im Detail § 1b)empfohlen, welcher nicht älter als 24 Stunden ist.
  • Es muss ein geeignetes Hygienekonzept entsprechend den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene, Lüftung, Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warte-schlangen getroffen und umgesetzt werden, Warteschlangen sind insbesondere auch bei Ter-minvergaben vor Ort zu vermeiden; die Einhaltung der Abstandsregeln ist in jedem Fall zu gewährleisten.
  • Für die gesamte Dauer des Aufenthaltes ist eine medizinische Maske (OP-Maske oder Schutzmaske des Standards FFP2, KN 95, N 95 oder vergleichbar)zu tragen.

Hygieneregeln (click & collect)


Eine Abholung von Waren darf nur erfolgen, wenn
  • sichergestellt ist, dass die Waren ohne Wartezeit zur Verfügung stehen oder die Warteplätze so gestaltet sind, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Abholerinnen und Abholern gewährleistet werden kann,
  • geeignete Hygienemaßnahmen getroffen und überwacht werden sowie
  • Aushänge zu den erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen erfolgen.
Ausnahmen sind für die Grundversorgung der Bevölkerung vorgesehen. Bei Mischwarenläden entscheidet der Schwerpunkt im Sortiment. Handelt es sich überwiegend um ein erlaubtes Sortiment, darf das Geschäft insgesamt geöffnet bleiben und darf Waren des gesamten Sortiments verkaufen. Andernfalls darf das Geschäft im Rahmen von click&collect öffnen. Über eine Grundversorgung hinausgehende Sortimentserweiterungen sind nicht gestattet. Aktuelle und spontane Sortimentserweiterungen zur Generierung eines neuen Verkaufsschwerpunktes stellen einen Umgehungstatbestand des bestehenden Verbotes dar und sind daher untersagt. Saisonale branchenübliche Sortimentserweiterungen werden von dem Verbot nicht erfasst.
Für den Publikumsverkehr geschlossene Einrichtungen dürfen zu betriebsinternen Zwecke wie bei-spielsweise Inventur oder Renovierung weiterhin betreten werden.

Für den Publikumsverkehr dürfen beispielsweise öffnen:

  • Änderungsschneidereien/Schneider
  • Apotheken
  • Augenoptiker
  • Außer-Haus-Verkauf von Gaststätten (Abholung oder Lieferung)
  • Autovermietung / Betrieb von Autovermietstationen / Carsharing
  • Autohöfe (siehe Tank-und Rastanlagen)
  • Babyfachmärkte
  • Banken und Sparkassen
  • Bau- und Heimwerkermärkte
  • Baumschulen
  • Baustoffhandel, für gewerbliche Abnehmer
  • Bestatter
  • Blumenläden und Blumenstände (auch auf Wochenmärkten)
  • Brautmodengeschäfte (als Einzeltermin), soweit es sich um Maßschneiderarbeiten handelt und damit die gewerkliche Tätigkeit im Vordergrund steht. Der reineVerkauf „von der Stange“ ist nicht gestattet und nur über click&collect möglich. Absteckarbeiten bei der über click&collect erworbenen Brautmoden sind ebenfalls in Einzelterminen zulässig.
  • Brennstoffhandel (Öl, Pellets etc.)
  • Buchhandlungen
  • Copyshop (Der Handel mit Waren ist nur im Zusammenhangmit der Erbringung dieser Serviceleistungen erlaubt.)
  • Denkmal-, Fassaden-und Gebäudereiniger
  • Direktverkauf vom Lebensmittelerzeuger (z. B. Obstverkaufsstände, Selbstpflücker, Fischerei an öffentlichen und privaten Gewässern. An öffentlichen Gewässern ist die Verkaufsflächenregelung nicht einzuhalten)
  • Drogerien
  • Fahrradwerkstätten inkl.Verkauf von Ersatzteilen
  • Feinkostgeschäfte
  • Finanzanlagenvermittler
  • Floristen
  • Fotostudios
  • Freie Berufe
  • Friedhofsgärtnereien
  • Futtermittelhandel
  • Gartenfachmärkte und Gärtnereien
  • Geschäfte des Lebensmittelhandwerks (z.B. Bäckereien. Metzgereien usw.)
  • Geschäfte mit spezialisierten Baumarktsortimenten
  • Getränkemärkte
  • Großhandel
  • Hofläden, Ab-Hof-Verkauf
  • Hörgeräteakustiker
  • Immobilienmakler
  • Internetcafés (Der Handel mit Waren ist nur im Zusammenhangmit der Erbringung dieser Serviceleistungen erlaubt, der Verkauf von Speisen und Getränken für den Verzehr vor Ort ist nicht gestattet)
  • Jägerei- und Angelbedarf
  • Juweliere (nur Reparatur)
  • Kaminkehrer
  • Kfz-Handel mit Lastkraft-und Nutzfahrzeugen Kfz-SchilderDienste
  • Kfz-Werkstätten inkl. Verkauf von Ersatzteilen
  • Kioske
  • Landhandel mit Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, Saatgut, landwirtschaftlichen Maschinen, Ersatzteile usw.
  • Lebensmitteleinzelhandel
  • Lebensmittelspezialgeschäfte wie Weinhandel, Spirituosenläden, Süßwarengeschäfte (nur zum Verkauf)
  • Orthopädietechniker und Orthopädieschuhtechniker
  • Paketstationen, Poststellen
  • Pfandhäuser (Der Handel mit Waren ist nur im Zusammenhangmit der Erbringung dieser Ser-viceleistungen erlaubt, der Verkauf an Dritte ist nur bei Abholung oder Lieferung gestattet)
  • Raiffeisenmärkte
  • Reformhäuser
  • Reinigungen
  • Reisebedarfsläden im nicht allgemein zugänglichen Bereich der Flughäfen hinter der Sicherheitskontrolle, soweit im Schwerpunkt zulässige Sortimente angeboten werden
  • Reisebüros
  • Sanitätshäuser
  • Servicestellen von Energieversorgern
  • Servicestellen von Telekommunikationsunternehmen (Unternehmen, die Dienstleistungen, wie z.B. Abschluss von Mobilfunk-und sonstigen Telekommunikationsverträgen sowie Repa-raturen anbieten. Der Handel mitWaren ist nur im Zusammenhand mit der Erbringung dieser Serviceleistungen erlaubt.
  • Schlüsseldienste
  • Schuh- und Schlüsselreparatur
  • Stördienste
  • Solarien (während der Nutzung darf die Mund-Nasen-Bedeckung abgenommen werden)
  • Tabak-und E-Zigarettenläden
  • Tank-und Rastanlagen an den Bundesautobahnensowie Autohöfe (Tankstellen und Tankstellenshops, sanitäre Anlagen und Verpflegungsangebote zum Mitnehmen)
  • Tankstellen und Tankstellenshops
  • Tierbedarf
  • Tierheime, Tierpensionen und gewerbliche Tiersitter (unter Reduzierung des (physischen) Kundenkontaktes auf das Notwendigste und Einhaltung sämtlicher Hygienebestimmungen
  • Verkehrsdienstleistungen aller Art einschließlich Taxi
  • Versicherungsvermittler
  • Wettvermittlungsstellen ausschließlich zur Ausgabe und Entgegennahme von Spielscheinen und Wetten. (Der Aufenthalt, beispielsweise zum Mitverfolgen der Spiele und Veranstaltungen, auf die sich die Wetten beziehen, ist unzulässig. Der Verkauf von Speisen und Getränken für den Verzehr vor Ort ist nicht gestattet.)
  • Wochenmärkte
  • Waschsalons
  • Zahntechniker
  • Zeitungs- und Zeitschriftenverkauf
  • Zeitungszustellung

Für den Publikumsverkehr untersagt ist beispielsweise:

  • Bekleidungshandel
  • Einzeltermine im untersagten Einzelhandel
  • Elektroeinzelhandel (Werkstatt, falls vorhanden darf öffnen)
  • Fabrikläden, jenseits der zulässigen Sortimente
  • Hersteller-Direktverkaufszentren
  • Fahrzeug-Handel auch im Außenbereich (Ausnahme LKW-und Nutzfahrzeughandel) der Ankauf oder das Abholen und Liefern von Fahrzeugen aller Art sind weiterhin zulässig. Ebenfalls zulässig sind Probefahrten mit allen im Straßenverkehr zugelassenen Fahrzeugen im Rahmen eines Kaufvorganges mittels Click & Collect.
  • Kosmetikgeschäfte / Naturkosmetikgeschäfte
  • Mischwarenläden, deren Sortiment überwiegend nicht erlaubt ist
  • Outlet-Center, jenseits der zulässigenSortimente
  • Schreibwarenhandel
  • Spielzeughandel
Die Auslegungshinweise des Landes Hessen (Stand 17. Mai 2021) helfen die Auflagen umzusetzen.

Hygieneregeln in Verkaufsstätten der Grundversorgung


Die Einhaltung des nach § 1 Abs. 1 gebotenen Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen muss durch geeignete Maßnahmen, insbesondere durch Steuerung der Besucherzahlen gewährleistet werden, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen zur Einhaltung dieses Abstands vorhanden sind. Die Steuerung der Besuchszahlen kann dabei beispielsweise durch persönliche Einlasskontrollen, automatische Ampelsysteme, oder andere geeignete und im Hinblick auf die Größe der Verkaufsfläche angemessenen Maßnahmen erfolgen. Darüber hinaus muss der Veranstalter die räumlichen Gegebenheiten so ausgestalten, dass das Abstandhalten auch möglich ist,
  • Aushänge zu den erforderlichen Abstands-und Hygienemaßnahmenwerden gut sichtbar angebracht.
  • Auf die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche höchstens eine Kundin oder ein Kunde je angefangener 10 Quadratmetern eingelassen wird.
  • Auf die 800 Quadratmeter übersteigende Verkaufsfläche höchstens eine Kundin oder ein Kunde je angefangener 20 Quadratmeter eingelassen wird
  • Das Betreten des Publikumsbereichs von Geschäften ist nur gestattet, wenn für die gesamte Dauer des Aufenthaltes eine medizinische Maske (OP-Maske oder Schutzmaske des Standards FFP2, KN 95, N 95 oder vergleichbar) getragen wird.
Die Pflicht, eine medizinische Maske zu tragen, gilt auch in überdachten oder überdeckten Ladenstraßen von Einkaufszentren, überdachten Einkaufspassagen und auf Wochenmärkten, sowie vor den Geschäften. Auf den dazugehörigen Parkflächen ist mindestens eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
Für Einkaufszentren ist für die Berechnung der zulässigen Kundenzahl die jeweilige Gesamtverkaufs-fläche maßgebend. Das Verkaufspersonal wird bei der Berechnung der zulässigen Personenanzahl nicht berücksichtigt. Unter der Verkaufsfläche bzw. Gesamtverkaufsfläche von Einkaufszentren sind alle für den Publikumsverkehr zugänglichen Flächen zu verstehen, wie beispielsweise Gänge, Trep-pen in Verkaufsräumen, Kassenzonen, Windfang sowie die Kunden-Toiletten (vgl. § 11 Abs. 3 BauNVO). Abzugrenzen ist die Verkaufsfläche von beispielsweise Büro-und Sozialräumen, Pkw-Stell-platzflächen sowie von Lagerflächen. Erfolgt der Verkauf aus dem Lager oder wird der Verkaufsraum auch zu Lagerzwecken genutzt,ist die Lagerfläche auf die Verkaufsfläche anzurechnen. Ebenso zu den Verkaufsflächen zählen umfunktionierte Stellplatzflächen (z.B. durch Aufstellen eines Verkaufszel-tes bei Baumärkten, Abstellen von Kfz eines Autohauses zu Ausstellungszwecken).

Der Verzehr von Speisen und Getränken in der unmittelbaren Umgebung der Verkaufsstätte, auf stark frequentierten Verkehrswegen, Plätzen und Flächen unter freiem Himmel, in Fußgängerzonen und an Verkehrsknotenpunkten wo die Pflicht gilt, eine Mund-Nasen-Bedeckungoder aufgrund der unmittelbaren Nähe zu einer Verkaufsstätte eine medizinische Maskezu tragen, ist untersagt. Hier kann eine durchgängige Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern zu Personen anderer Hausstände nicht sichergestellt werden. Der Verzehr von Speisen und Getränken des Lebensmittelhandwerks vor Ort (z. B. in Bäckereien und Metzgereien) ist nicht gestattet.

Annahmestellen der hessischen Lotterieverwaltung (Lotto / Toto) sind geöffnet.
Spezial-und Wochenmärkte
Das Abhalten von Wochenmärkten bleibt in ihrer derzeitigen Zusammensetzung erlaubt. Spezialmärkte wie etwa Flohmärkte  sowie Jahrmärkte sind untersagt. Aus Praktikabilitätsgründen muss eine Zugangssteuerung aufgrund der Quadratmeterregelung auf Wochenmärkten nicht erfolgen. Aus diesem Grund ist auf die Einhaltung der Abstands-und Hygieneregeln in besonderer Weise zu achten. Es ist jederzeit eine medizinische Maske zu tragen. Auf den Verkehrsflächen von Wochenmärkten ist der Verzehr von Speisen und Getränken grundsätzlich verboten. Verkäuferinnen und Verkäufer sollten sich beim Verzehr von Speisen und Getränken während Pausen in einen Bereich zurückziehen, in dem kein direkter Kunden-  und Kollegenkontakt besteht.
Folgende Ausführungen helfen bei der Umsetzung der Sicherheits- und Hygienevorschriften:
  • Folgende Einlassbeschränkungen gelten für den Großhandel und die Ausnahmen im Einzelhandel:
    • Bis 800 qm Verkaufsfläche höchstens eine Person pro 10 Quadratmeter (Rechenbeispiel: Bei einer Verkaufsfläche von 200 qm dürfen insgesamt 20 Personen eingelassen werden)
    • Ab 801 qm Verkaufsfläche gilt: auf der Fläche von 800 qm höchstens eine Person pro 10 qm Verkaufsfläche; auf der 800 qm übersteigenden Fläche höchstens eine Person pro 20 qm Verkaufsfläche (Rechenbeispiel: Bei einer Verkaufsfläche von 2.000 qm dürfen insgesamt 140 Personen eingelassen werden: 80 Personen für 800 qm und 60 Personen auf den restlichen 1200 qm)
  • Ein Abstand von 1,5 Metern zwischen Personen, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhanden sind, ist einzuhalten. Dies können Sie z.B. durch Bodenmarkierungen, v.a. vor Kassen sowie vor Empfangs- und Info-Schaltern, in Wartebereichen usw. unterstützen.
  • Spielbereiche für Kinder werden gesperrt.
  • Aushänge zu den erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen werden gut sichtbar angebracht. Aushänge zum Download finden Sie hier.
  • Tragepflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung:
    Es gilt in den Publikumsbereichen des Groß- und Einzelhandels einschließlich der Bereiche vor den Geschäften und Ladenstraßen, der Wochen-, Spezial-und Flohmärkte sowie vergleichbaren Verkaufsveranstaltungen, in und auf Direktverkaufsstellen vom Hersteller oder Erzeuger, in Geschäften des Lebensmittelhandwerks sowie von  Poststellen,  Banken,  Sparkassen,  Tankstellen,  Wäschereien  und  ähnlichen  Einrichtungen die Pflicht eine medizinische Maske (OP-Masken oder virenfilternde Masken der Standards FFP2, KN95 oder N95) als Mund-Nasen-Bedeckung zu verwenden.
    Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entbehrlich, soweit anderweitige Schutzmaßnahmen, insbesondere Trennvorrichtungen, getroffen werden.
    Weitere Ausführungen zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung finden Sie auf den Webseiten des Landes Hessen.
Es werden außerdem diese Schutzvorkehrungen empfohlen:
  • Zugangstüre berührungslos öffnend / offenstehend / fortlaufend desinfizieren
  • Zugangskontrolle durch geeignetes Personal und Trennung von Eingangs- und Ausgangstür
  • Verknappung des Parkplatzes an stark frequentierten Tagen (z.B. durch Mitarbeiter, die auf dem Kundenparkplatz parken, Absperrungen, usw.), um somit eine gewisse Regulierung der Kundenzahlen zu erreichen
  • Anzahl der verfügbaren Einkaufswagen/-körbe der Anzahl der Kunden anpassen, die maximal zur selben Zeit im Ladenlokal sein dürfen
  • Einkaufswagen, Körbe etc. nach Rückgabe an den Griffen mittels Wischdesinfektion reinigen bzw. da, wo nicht anders möglich, den Kunden hierfür die Möglichkeit geben.
  • Schaffung kontaktfreier Zonen
  • Selbstbedienungstheken/ Salatbars ggf. schließen.
  • Bevorzugt kontaktloses Bezahlen
  • Kein Scannen von Kundenkarten durch Beschäftigte
  • Angebot Hand-Desinfektions-Spender und / oder Handwaschstationen, möglichst berührungslos am Eingang
  • Lautsprecherdurchsagen, die auf die Regeln für den Ladenbesuch hinweisen, insbesondere welche Abstands- und Hygieneverhalten befolgt werden. Hinweise und/oder Durchsagen ggf. mehrsprachig gestalten.
  • Einrichtung von Schnellkassen für Personen mit geringem Einkaufsvolumen.
  • Öffnungszeiten kommunizieren und darauf hinweisen, dass Einkäufe möglichst allein vorgenommen werden sollten. Appell, Familienmitglieder zu Hause zu lassen.
  • Aktiver Haus-/ Platzverweis für Personen mit Regelverstößen
  • Reinigungsplan anpassen
  • Flächendesinfektion durch Reinigungspersonal
  • Durchgängige ausreichende Belüftung während der ganzen Betriebszeit
Zusätzliche Informationen können Sie an die Kunden geben:
  • Bargeldloses Bezahlen bedeutet Sicherheit für alle
  • Abstand halten zu anderen und zu den Handelsangestellten schützt alle
  • Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, sollen ihre Einkäufe nicht selbst erledigen
  • Einkauf für mehrere Tage planen, um Kontakte zu anderen Menschen zu reduzieren
  • Mund-Nasen-Bedeckung tragen bedeutet Sicherheit für alle

II. Schutzmaßnahmen gegenüber Mitarbeitern

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration schreibt folgende Schutzmaßnahmen für Beschäftigte an Kassenarbeitsplätzen, Verkaufstheken und beim Einräumen von Waren vor: (Quelle)
Maßnahmen zur Handhygiene:
  • Regelmäßige, etwa stündliche Desinfektion der Hände mit einem handelsüblichen Desinfektionsmittel, das einen Wirkbereich zumindest von „begrenzt viruzid“ aufweist. Am Ende der Arbeitsschicht bzw. vor einer Pause sind die Hände für die Dauer von etwa 20 Sekunden zu waschen oder
  • regelmäßiges, etwa stündliches Hände waschen für die Dauer von etwa 20 Sekunden oder
  • Tragen von Einweghandschuhen aus Nitril, die vor Pausen und nach der Arbeitsschicht entsorgt werden. Am Ende der Arbeitsschicht bzw. vor einer Pause sind die Hände für die Dauer von etwa 20 Sekunden zu waschen.
Aus arbeitsmedizinischer Sicht ist der Händedesinfektion der Vorzug zu geben, weil die Maßnahmen 2 und 3 zu einer Hautbelastung führen.
  • Reinigung - circa einmal pro Stunde - des Arbeitsbereichs vor dem Kassenpersonal und auf der Verkaufstheke (Scanner, Waage, Tastatur, Bildschirm, andere Oberflächen,…) mit einem Mittel für die Oberflächendesinfektion, das einen Wirkbereich von zumindest „begrenzt viruzid“ aufweist.
Maßnahmen zum Schutz gegen Tröpfcheninfektion:
  • Anbringung einer durchsichtigen Abtrennung, z. B. aus Plexiglas vor dem Kassenarbeitsplatz (Maße: Mindestbreite von ca. 1,5 m, der obere Rand der Abtrennung hat eine Mindesthöhe von ca. 2,0 m über dem Boden und die Distanz zwischen dem unteren Rand der Abtrennung und dem Boden beträgt maximal ca. 70 cm.
  • Sofern sich der Kassenarbeitsplatz an einem Warenband befindet, ist auch das Ende des Warenbandes, an dem der Kunde die Waren einpackt, gegenüber dem Kassenpersonal abzutrennen.
  • Im Bereich von Verkaufstheken (z. B. von Backwaren, Fleischprodukten oder Käse, in Apotheken, Sanitätshäusern, Tankstellen, Kiosken, dem Zeitungs- und Tabakhandel etc.) ist die gesamte Verkaufstheke abzutrennen.
  • Die o. g. Abtrennung muss Öffnungen zum Bezahlen bzw. zum Bedienen des EC-Kartengerätes, ggf. auch zur Warenherausgabe, aufweisen. Die beiden Seiten der Abtrennung sind täglich mit einem handelsüblichen Reinigungsmittel zu behandeln. Solche Abtrennungen können in Baumärkten oder über Internethändler beschafft werden. Der Suchbegriff lautet "Spuckschutz".
  • Nicht geeignet sind Kunststofffolien (z.B. Malerfolie), weil sie nicht gereinigt werden können. Malerfolie ist nur als Zwischenlösung bis zur Beschaffung der o.g. Trennwände geeignet.
Maßnahmen beim Einräumen von Waren:
  • Während der Öffnungszeit des Einzel- und Großhandels für Kunden ist der Einräumbereich in alle Richtungen gegenüber den Kunden um mindestens 3 m abzutrennen. Bei Beschäftigten, die Waren einräumen, sind Maßnahmen zur Handhygiene (siehe Abschnitt “Maßnahmen zur Handhygiene”) zu treffen.
Maßnahmen im Rahmen des Mutterschutzgesetzes:
  • In der aktuellen Situation der wachsenden Pandemie dürfen schwangere Frauen Tätigkeiten mit direktem Publikumsverkehr an Kassenarbeitsplätzen, an Verkaufstheken und beim Einräumen von Waren nicht mehr ausüben.

Außerdem werden folgende Maßnahmen gegenüber Beschäftigten empfohlen:
  • Tätigkeiten, die keinen Kundenkontakt erfordern (Warenverräumung, Disposition, usw.) außerhalb der Öffnungszeiten, bzw. zu frequenzschwachen Zeiten
  • Einteilung in getrennte Teams von Mitarbeitern, die keinen Kontakt zueinander haben (wechselnder Schichtbetrieb)
  • Rechtzeitig Personalpuffer aufbauen, um mögliche Krankheitsfälle beim eigenen Personal auszugleichen
  • Vertretungsregelungen bei Einsatzplanungen berücksichtigen. Mitarbeiter, die sich gegenseitig vertreten können, unbedingt in unterschiedlichen Schichten ohne Überschneidungen einteilen.
  • Grundsätzlich unnötige Überschneidungen der Schichten vermeiden, wenn möglich sogar kurze Pause zwischen den Schichten (kann bspw. zur Reinigung/Desinfektion genutzt werden)
  • Gemeinsame Pausen ausschließen
  • Regelmäßig Mitarbeiterschulungen durchführen zu Hygienefragen und zu Verhaltensregeln (mit Bestätigung durch die Mitarbeiter)
  • Corona-Newsletter für Mitarbeiter (wichtige Informationen und Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter kommunizieren)
  • Umgang mit Rackjobbern und Lieferanten definieren: Wer darf rein? Zu welchen Zeiten?