Emel Sendükel ist #FDChancennutzer

IHKbla Folge #7 | Chancennutzer: Im Dialog mit Emel Sendükel, Eltern-Kind-Café Kunterbunt

„Ich bin selbst Mama von zwei Kindern und weiß, wie der Alltag aussieht. Schon so oft habe ich mir gedacht: Elternsein und trotzdem einmal entspannen, sich bewirten lassen – das muss doch kombinierbar sein!“, beschreibt die gebürtige Fuldaerin ihre Intention. Die Idee eines eigenen Eltern-Kind-Cafés hatte die 41-Jährige bereits vor 16 Jahren, als sie zum ersten Mal Mama geworden ist. Aus eigener Erfahrung weiß sie: „Es ist nicht immer einfach, kindergerechte Angebote zu finden. Früher habe ich mich deshalb häufig in ein Café gesetzt, von dem ich wusste: Die haben einen Wickeltisch. Dabei war es dann eben egal, ob der Kuchen schmeckte oder nicht.“
Neben ihrem Full-Time-Job als Mutter arbeitete Emel Sendükel jahrelang in Angestelltenverhältnissen und absolvierte zwischendurch ihren Bachelor in BWL. 2019, noch vor Beginn der Pandemie, unterschrieb sie dann ihren Mietvertrag in der Leipziger Straße, mit dem sie ihrem Traum vom kinder- und elternfreundlichen Café einen Schritt näherkam. „Mehrere Monate lang haben wir die ehemals alte Wäscherei umgebaut – ein echtes Mammutprojekt! Für die erste November-Woche war dann die Eröffnung geplant. Genau zu dieser Zeit kündigte sich der große Lockdown an“, blickte sie zurück. „Hier war alles fertig, wir hätten nur noch öffnen müssen. Und stattdessen saßen wir ganze sieben Monate im Lockdown.“
Im Sommer 2021 feierte das Café Kunterbunt endlich Eröffnung: Während Mütter und Väter hier Frühstück, Waffeln und Kuchen genießen, finden ihre Kinder in bunten Spiel- und Bücherecken neue Spielkammerad: innen. Auch die ganz Kleinen können sich ihre Zeit im Krabbelbereich direkt neben dem Tisch der Eltern vertreiben. „Neben Kindergerichten kann man bei uns übrigens auch Baby-Gläschen und Windeln bestellen. Sogar einen eigenen Stillraum gibt es“, so die Besitzerin.
„Mein Café kommt wirklich sehr gut an – bei Eltern und natürlich auch bei den Kindern. Die meisten möchten gar nicht mehr weg“, freute sich Emel Sendükel. „Vor der 3G-Regelung musste man bei uns frühzeitig reservieren. Aktuell fühlt es sich aber für mich an wie der nächste Lockdown: Zu meiner Zielgruppe gehören genau diejenigen, die in der Regel nicht geimpft sind: Schwangere, Mütter von Säuglingen und Stillende. Mit der Testpflicht – die für die meisten eine zu große Hürde ist – sind mir plötzlich 75 Prozent meiner Kund:innen weggebrochen“, beschreibt sie die derzeitige Lage. „Alle sagen: ‚Wir kommen nach der Testpflicht gerne wieder.‘“ In unserem Videocast erzählt sie uns, wie sie mit dieser schwierigen Situation umgeht und gibt allen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen, mit auf den Weg: „Durchhalten, abwarten und positiv nach vorne schauen.“