Region Fulda: Wasserstoff-Cluster für die Region

Fulda. In der Region Fulda soll ein Wasserstoffcluster mit bis zu vier Tankstellenstandorten entstehen, die sich wechselseitig ergänzen und damit Versorgungssicherheit für das heimische Transportgewerbe bieten. Das teilt jetzt die Region Fulda GmbH mit, die im Anschluss an das HyWheels-Projekt als zentrale Informations- und Koordinierungsstelle für das Thema Wasserstoff im Landkreis Fulda fungiert.

Nach den Worten von Geschäftsführer Christoph Burkard sei es das Ziel, in der Region Fulda regionale Wertschöpfungsketten entstehen zu lassen - von der Stromerzeugung über regenerative Energiequellen über die Produktion von grünem Wasserstoff bis hin zum Betrieb von Wasserstoff-LkWs durch die heimischen Spediteure.
„Wir befinden uns hier beim Übergang von der Studien- in die Umsetzungsphase.“
Schon in 2023 will das Unternehmen Knittel Mobile Energie an seinem neuen Firmensitz im Gewerbegebiet Fulda-Lehnerz Wasserstoff von der Zapfsäule anbieten, AboWind plant die Eröffnung einer Wasserstofftankstelle in Hünfeld-Michelsrombach für 2024 und die RHV Eichenzell steht in den Startlöchern für Wasserstofftankstellen in Eichenzell und Flieden. Burkard:
„Das sind exakt die vier Standorte, die im Rahmen der HyWheels-Studie analysiert wurden. Und nach unserem Kenntnisstand sollen die Förderanträge für die Projekte bereits zu Beginn des kommenden Jahres gestellt werden.“ Alle drei Tankstellenbetreiber würden dabei auf maximale Synergien unter dem Dach eines Wasserstoff-Clusters Region Fulda setzen. „Die Tankstellenprojekte stehen nicht in Konkurrenz zu einander, sondern ergänzen sich und ergeben so ein großes Ganzes.“
Mit einer Fördersumme des Bundesverkehrsministeriums in Höhe von 300.000 Euro war vor zwei Jahren von der Stadt Fulda das HyWheels-Projekt gestartet worden, das zunächst den Bedarf der heimischen Logistiker und die Möglichkeiten zur Erzeugung von regenerativem Strom analysierte und darauf aufbauend mögliche Tankstellenstandorte und Größenordnungen für diese Tankstellen ermittelte. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld freut sich über die Impulse, die durch HyWheels gegeben wurden. Ein wichtiger Faktor werde auch die Hochschule Fulda sein.
  “Wir unterstützen dort über die Region Fulda GmbH den Aufbau eines Lehrstuhls für Wasserstoff am Fachbereich Elektrotechnik“.
Für Landrat Bernd Woide ist das Thema Wasserstoff ein Beitrag zum Klimaschutz und damit auch ein wichtiger Schritt hin zur weiteren Zukunftssicherheit des Wirtschaftsstandortes Region Fulda. Dass die Fuldaer Wirtschaft vom Transformationsprozess der Automobilindustrie besonders betroffen sei, betont Dr. Christian Gebhardt, Präsident der Industrie- und Handelskammer Fulda.
„Das Thema Wasserstoff und -Elektroantrieb kann unseren Zulieferern und Engineeringunternehmen neue Betätigungsfelder erschließen.“
Und diese neuen Betätigungsfelder stehen bereits vor der Tür. Denn die zentrale Koordinierungs- und Informationsstelle bei der Region Fulda GmbH bündelt nicht nur die Erzeuger und Verkäufer von grünem Wasserstoff in der Region, sondern auch die Verbraucher. Konkret geht es hier um die gemeinsame Beschaffung von Wasserstoff-Nutzfahrzeugen und Wasserstoff-Bussen. Schon in 2022 sollen erste Demonstrator-LkWs mit Wasserstoff auf den Straßen der Region von den heimischen Spediteuren getestet werden. Da Wasserstofffahrzeuge nur sehr zögerlich auf den Markt gebracht werden, so Burkard weiter, müsse auch über die Umrüstung von Nutzfahrzeugen nachgedacht werden. Auch hier könne sich für die Unternehmen im Landkreis Fulda ein neuer Geschäftszweig entwickeln. Eng begleitet wird die Region Fulda bei der Umsetzung ihrer Wasserstoffvorhaben von der LandesEnergieAgentur, der LEA.
Weitere Informationen unter www.region-fulda.de
Für den Inhalt dieser Meldung ist das Unternehmen verantwortlich.