RhönEnergie: Strompreise bleiben stabil

Fulda. Eine gute Nachricht für die Stromkunden der RhönEnergie Fulda: Anders als von vielen erwartet, wird der Strompreis im nächsten Jahr nicht erhöht. Differenzierter ist es im Bereich Erdgas: Hier muss der Versorger die gestiegene staatliche CO2 -Abgabe weitergeben und als Folge der drastischen Preissteigerungen an den Energiemärkten bei Kunden in der Grundversorgung den Arbeitspreis anpassen.

Seit Wochen berichten die Medien über ungewöhnlich dynamische Entwicklungen auf den internationalen Energiemärkten: Die Preise für Strom und Erdgas an den Energiebörsen haben sich in den vergangenen Monaten vervielfacht. Auch an den Tankstellen kennen die Preise seit Wochen nur noch eine Richtung: steil nach oben.
Regionale Energieversorger wie die RhönEnergie Fulda müssen die für ihre Kunden benötigte Energie am Markt beschaffen. In der gegenwärtigen Situation bedeutet dies enorm gestiegene Einkaufspreise. Damit bekommt die richtige Strategie der Beschaffung eine Schlüsselrolle.

Derart explodierende Energiepreise habe er in seiner Tätigkeit für die Energiewirtschaft bisher noch nicht erlebt, berichtet Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda.
„Doch in dieser hoch dynamischen Situation bewährt sich wieder einmal unsere verantwortungsvolle Einkaufsstrategie. Wir setzen auf langfristige Beschaffung. Mit den so gesicherten Mengen können wir nun einen erheblichen Teil unseres Bedarfs abdecken und müssen je nach aktueller Nachfrage unserer Kunden nur noch in begrenztem Maße auf den Spotmärkten zukaufen. Das hilft jetzt sehr – und unsere Kunden profitieren davon.“

 
Die erheblichen Mehrkosten bei der Strombeschaffung kann die RhönEnergie komplett auffangen. Zum einen, weil sie vorausschauend eingekauft hat, zum anderen, weil sinkende Steuern, Abgaben und Umlagen den Preisanstieg abfedern. So bleibt für die Kunden der RhönEnergie Fulda zum Jahreswechsel bei Strom alles beim Alten.

Beim Erdgas kommt jedoch noch ein anderer Faktor ins Spiel: die von der Bundesregierung 2020 deutschlandweit eingeführte CO2-Abgabe gemäß dem Brennstoff-emissionshandelsgesetz (BEHG). Die Bepreisung fossiler Brennstoffe soll Jahr für Jahr steigen – auch 2022. Den entsprechenden Betrag pro Kilowattstunde nehmen die deutschen Energieversorger für den Staat ein und leiten diese Beträge dann weiter. Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von rd. 14.800 Kilowattstunden (kWh) steigt die Belastung durch die „CO2-Steuer“ auf nunmehr 81 Euro netto im Jahr.
Was hingegen die Kunden in der sogenannten Grundversorgung betrifft, so muss die RhönEnergie Fulda zusätzlich die Preissteigerungen weitergeben. Dazu Klaus Moll, Bereichsleiter und Prokurist Energiewirtschaft:
„Die Preisexplosion an den Märkten können wir trotz vorausschauender Beschaffung nicht komplett auffangen. Konkret bedeutet dies, dass der verbrauchsabhängige Arbeitspreis für Erdgas in der Grundversorgung – inklusive CO2--Bepreisung – im Jahr 2022 um 0,5 Cent netto pro Kilowattstunde ansteigt. Kunden in langfristigen Verträgen sind lediglich von der steigenden CO2-Bepreisung betroffen.“
Beispiel: Bei einem Kunden in der Grundversorgung mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von rd. 14.800 Kilowattstunden (kWh) betragen die Mehrkosten inklusiv der gestiegenen CO2- Abgabe pro Monat 6,17 Euro netto.

Die Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda sehe sich vor dem Hintergrund der Explosion und Verknappung von Energie in ihrer Beschaffungsstrategie bestätigt, unterstreicht Martin Heun.
„Das Geschäftsmodell von Billiganbietern, sich als Schnäppchenjäger an den Spotmärkten zu versorgen, funktioniert in der momentanen Marktlage nicht mehr und Kunden droht die Insolvenz solcher Anbieter. Wer hingegen wie wir langfristig agiert, kann auch unter erschwerten Bedingungen Versorgungszuverlässigkeit garantieren.“
 
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