Abschlussvermittlung

Im Jahr 2014 ist das "Gesetz zur Anpassung von Gesetzen auf dem Gebiet des Finanzmarktes" in Kraft getreten. Dabei wurde auch der Erlaubnistatbestand für die Finanzanlagenvermittlung gemäß Paragraph 34 f Absatz 1 Satz 1 GewO neu gefasst.

Künftig deckt Ihre gewerberechtliche Erlaubnis nur noch die dann dort beschriebene Anlageberatung und die Anlagevermittlung ab. Für eine Abschlussvermittlung ist dagegen eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nach dem Kreditwesengesetz (KWG) erforderlich.
Eine Abschlussvermittlung erfolgt, wenn Sie als Vermittler in fremdem Namen und für fremde Rechnung Finanzprodukte anschaffen oder veräußern. Bei der von den meisten Vermittlern betriebenen Anlageberatung und -vermittlung werden dagegen die Aufträge von Kunden "nur"  entgegengenommen und weitervermittelt, der Anlagevermittler fungiert quasi "nur" als "Bote" des Kunden ohne eigenen Entscheidungsspielraum.
In diesen Fällen sind sie von dieser Neuregelung nicht betroffen. Zur Definition und näheren Abgrenzung der Abschlussvermittlung hat die BaFin das Merkblatt "Hinweise zum Tatbestand der Abschlussvermittlung" von Dezember 2009 erstellt, das Sie finden, wenn Sie auf www.bafin.de oben rechts den Suchbegriff "Abschlussvermittlung" eingeben.
Sofern Sie selbst Abschlussvermittlung betreiben, sollten Sie sich umgehend mit der BaFin in Verbindung setzen, eine Paragraph 32 KWG-Erlaubnis beantragen sowie sich dort registrieren lassen, da Sie sich anderenfalls strafbar machen können.