Immobilienverwalter brauchen eine Erlaubnis

Das „Gesetz zur Einführung einer Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienverwalter und Makler“ trat am 1. August 2018 in Kraft. Bereits tätige Verwalter haben noch sechs Monate Zeit, eine Erlaubnis zu beantragen. Die Sachkunde muss nicht nachgewiesen werden, stattdessen wird eine Fortbildungspflicht für Verwalter und Makler eingeführt.

Wohnimmobilienverwalter brauchen Erlaubnis

Für gewerbliche Verwalter von Wohnimmobilien wird erstmals eine Erlaubnispflicht in Paragraph 34c Gewerbeordnung eingeführt. Bislang müssen sie die Aufnahme ihrer Tätigkeit lediglich anzeigen. Die Erlaubnispflicht erstreckt sich auf WEG-Verwalter und Mietverwalter von Wohnraum, die das Gesetz unter der Bezeichnung „Wohnimmobilienverwalter“ zusammenfasst. Voraussetzung für die Erteilung einer Erlaubnis ist, dass der Verwalter seine Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse sowie den Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung nachweisen kann.

Weiterbildungspflicht statt Sachkundenachweis für Verwalter und Makler

Wohnimmobilienverwalter und Immobilienmakler müssen künftig regelmäßige Weiterbildungen nachweisen, und zwar 20 Stunden innerhalb von drei Jahren. Verstöße gegen die Fortbildungspflicht stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und können mit einem Bußgeld geahndet werden. Die Fortbildungspflicht gilt auch für unmittelbar bei der erlaubnispflichtigen Tätigkeit mitwirkende beschäftigte Personen. Für einen Gewerbetreibenden reicht es dabei aus, wenn eine angemessene Zahl von bei ihm beschäftigten, vertretungsberechtigten Aufsichtspersonen die Weiterbildung absolviert.
Nach Inkrafttreten des Gesetzes am 1. August 2018 haben bereits tätige Wohnimmobilienverwalter bis zum 1. März 2019 Zeit, ihre Erlaubnis zu beantragen. Die Zuständigkeit der Erlaubnisbehörde in Hessen ist derzeit noch nicht gesetzlich geregelt, wird im IHK- Bezirk Fulda aber vermutlich bei dem Landkreis Fulda liegen.
Hermann Vogt, IHK-Geschäftsführer