Betrug bei Handelsregistereintragungen

Notarkammer Frankfurt am Main. Die erfolgten Eintragungen werden nicht mehr in der Tageszeitung, sondern im Internet bekannt gemacht (www.handelsregisterbekanntmachungen.de). Den Umstand, dass diese Bekanntmachungen frei zugänglich sind, machen sich Bauernfänger zunutze.

 
Kaufleute oder Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften erhalten nach der Eintragung im Handelsregister von verschiedensten Unternehmen Post, die aussieht wie eine Rechnung vom Handelsregister. In Wahrheit handelt es sich bei diesen Schreiben um Angebote, sein Unternehmen für viel Geld in eine obskure Datenbank eintragen zu lassen. In der Annahme, die „Rechnung“ beziehe sich auf die Handelsregistereintragung, wird das Schreiben häufig mit einem Buchungsstempel ver¬sehen und bezahlt. Ungewollt kommt dadurch ein Vertrag mit dem Unternehmen zustande, der sich fatalerweise auch noch jeweils um ein Jahr verlängert, wenn bis zu einem festge-legten Datum keine Kündigung erfolgt.
Durch die Angabe von Aktenzeichen, Kassenzeichen, Zahlungsfristen oder auch durch die Verwendung des Landeswappens wird der Anschein erweckt, es handele sich um ein offizielles behördliches Schreiben. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die Verwendung irreführender Firmennamen wie z. B. „Allgemeines Gewerberegister“, „BVA Bundesverlag Anzeiger Handelsregister“, „Deutsches Gewerberegister“ oder „Deutscher Handelsregisterverlag AG“.
Notare warnen ihre Klienten vor übereilten Reaktionen auf die gemachten Angebote  und weisen auf diese unseriösen Geschäftspraktiken hin. Falls Unsicherheit über eine Rechnung des Handelsregisters besteht, ist es ratsam einen Notar zu konsultieren. Dieser kann vor teuren Irrtümern bewahren.
Weitere Informationen finden Sie unter www.deutsche-notarauskunft.de.