A+S Engineering startet Corona-Pilotprojekt

Fulda/Main-Kinzig-Kreis. Ein osthessisches Corona-App-Pilotprojekt, das registriert, ob ich zusammen mit einer Person im selben Geschäft oder einem Raum war, bei der danach das Corona Virus festgestellt wurde geht nach ersten erfolgreichen Tests in die zweite Pilotphase.


Gleichzeitig kann mit der Methode gemessen werden, wie viele Kunden sich zum Beispiel in einem Supermarkt aufhalten, um den Zugang zu regulieren. Die Initiatoren, Dipl.-Ingenieur Daniel Auerbach und die Neurochirurgen Dr. Bernd Hölper und Dr. Michael Eichler, haben die Tests bereits mit mehreren Kontaktpunkten beprobt und nunmehr Geschäftsinhaber aller Branchen oder Betreiber von Kitas und natürlich die Menschen aus dem Landkreis Fulda und dem Main-Kinzig-Kreis zur Teilnahme eingeladen.
„Wir hoffen, dass vor allem viele Kitas, Ladeninhaber und Schulen Kontaktpunkt werden wollen – je mehr, desto besser funktioniert dieses freiwillige System, desto mehr kann es helfen und desto stärker zugleich ist der Werbewert für die Beteiligten“,
erklärten die Initiatoren in einer Pressemitteilung. Schon jetzt nehmen aus dem Landkreis Fulda und dem Main-Kinzig-Kreis mehrere Läden, Praxen und eine Kita als Kontaktpunkte teil. Herzstück der neuen Software und App, die den Namen „MyBodyPass“ trägt, sind QR-Codes, die aufgehängt oder auf Tablets,  in Geschäften aufgestellt werden können. Wer als Kunde das Geschäft betritt, meldet sich darüber an und beim Verlassen wieder ab. So kann jeder Ladenbesitzer einerseits feststellen, ob noch Kundinnen und Kunden das Geschäft betreten können oder ob gewartet werden muss, bis wieder jemand nachrücken kann. Andererseits werden alle die Kundinnen und Kunden per Push-Nachricht gewarnt, wenn sich später herausstellt, dass zeitgleich mit ihnen jemand im Laden war, der im Nachgang positiv an Corona getestet wurde.
Mediziner, Ingenieure und IT-Spezialisten aus Osthessen haben die neue Methode entwickelt, mit der sich effektiv Infektionsketten unterbrechen lassen. Initiatoren der „MyBodyPass-App“ sind die beiden Neurochirurgen Dr. Bernd Hölper und Dr. Michael Eichler aus Künzell und Fulda sowie der Dipl. Ing. Daniel Auerbach aus Eichenzell. Die Ärzte betreiben vier Wirbelsäulenzentren in Fulda, Gelnhausen, Hanau und Neu-Isenburg, Daniel Auerbach ist Geschäftsführer der Firma A&S Engineering in Fulda.
„Die Teilnahme an unserem System ist freiwillig, die Teilnehmer bleiben auf Wunsch anonym, ihre Handys müssen weder Bluetooth noch GPS aktiviert haben, und wahlweise kann man auch ganz ohne Handy mit QR-Code Karten an MyBodyPass mitmachen“,
so die Initiatoren.
Den „MyBodyPass“ gibt es bereits im Playstore für Android und in Kürze auch im Appstore für iOS, aber auch an den Kontaktpunkten als einfache Plastikkarte mit einem individuellen QR-Code. Die Idee: Wer einen am System beteiligten Einkaufsmarkt oder ein Geschäft, eine Praxis oder ein Restaurant (nach Wiederöffnung), die bei dem System mitmachen, betritt, registriert sich dort. Trotzdem erfährt kein Dritter, wo sich der Benutzer aufgehalten hat. Die Daten werden 14 Tage auf einem in Deutschland laufenden Server anonym aufbewahrt und dann gelöscht.
Wer die App auf dem Handy hat, kann mit seinem Gerät einfach den am Geschäft hängenden QR-Code einscannen. Wer nur die QR-Card hat, hält diese zum kurzen Scan an die aufgestellten Tablets.
Wird später ein Mit-Kunde, ein Mit-Gast oder ein Mit-Besucher positiv auf Corona getestet und vermerkt das auf der App beziehungsweise über die Webseite mit seinem QR Card Zugang und Passwort, werden alle anderen, die sich gleichzeitig mit dem Infizierten im gleichen Laden, Supermarkt oder derselben Praxis aufgehalten haben, per Push-Nachricht in der App oder Email informiert.
Der Vorteil: Auch ohne Handy und nur mithilfe einer QR Card im Wert von zwei Euro kann jeder helfen, Infektionsketten zu erkennen und die Weiterverbreitung des Virus zu stoppen. Das System ist also auch für Personen geeignet, die nicht über ein mobiles Endgerät verfügen. Und selbstverständlich kann die QR Card auch in allen anderen Läden und Praxen genutzt werden, die an dem System teilnehmen. Wer nicht bei dem Projekt mitmachen will, kann die Karte nach dem Einkauf wieder zurückgeben.
Hat der Kunde Ware gekauft oder eine Dienstleistung in Anspruch genommen, kann die Karte wie ein Parkkärtchen mit dem Einkauf verrechnet werden, wenn der Laden das seinen Kunden so anbietet. Einzelne Ladeninhaber planen sogar, die QR Card ihren Kundinnen und Kunden kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Gekauft werden können die Karten aber auch von Jedermann über MyBodyPass.de.
„Was etwa Friseure seit der Wiedereröffnung ihrer Salons händisch tun müssen - Name, Datum, Uhrzeit und Aufenthaltsdauer der Kunden notieren - schafft unsere App automatisch in allen beteiligten Läden, und das anonym und unter Berücksichtigung des Datenschutzes“,
so die Initiatoren.
Ganz bewusst wollen sich die Initiatoren des osthessischen Pilotprojektes nicht an der Diskussion um die sogenannte „Bundes-App“ oder mögliche alternative Lösungen beteiligen.
„Wir wissen nicht, ob, wann und wie andere Systeme funktionieren, wir wollen mit unserer Lösung auf freiwilliger Basis zeigen, dass sie funktioniert und den Schutz der Menschen vor Corona erhöhen kann. Je mehr mitmachen, um so wirkungsvoller ist unser System.“
Weitere Informationen unter www.as-engineering.de
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