Entwicklung der Arbeitslosigkeit im September

Fulda/Bad Hersfeld. Nach den negativen Schlagzeilen zum Arbeitsmarkt in den vergangenen Monaten hellt sich die Wirtschaftslage in Ost- und Waldhessen etwas auf. Binnen eines Monats sank die Zahl der arbeitslosen Menschen in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg im September um 7,1 Prozent auf 7.130.


Dies sind zwar immer noch deutlich mehr als im September des Vorjahres, allerdings hat sich der Abstand zum Vorjahr verringert. Die Arbeitslosenquote sank im September von 4,0 auf 3,7 Prozent und damit wesent-lich stärker als im Hessendurchschnitt. Von der Verbesserung der Konjunktur profitieren nahezu alle Personengruppen und insbesondere jüngere Personen. Derzeit sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Her-sfeld-Fulda 937 Männer und Frauen unter 25 Jahren arbeitslos – 224 weniger als im August. Positiv zu vermerken ist, dass trotz der Coronakrise kaum mehr Menschen ihre Be-schäftigung verloren haben als vor einem Jahr.
„Zugleich konnten 157 Personen mehr in eine Beschäftigung integriert werden als im September 2019. Das war in dieser Di-mension nicht unbedingt zu erwarten. Wir freuen uns über die momentan überraschend gute Entwicklung, aber wir sind uns der Risiken in den kommenden Wochen und Mo-naten bewusst“,
erklärt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, und spricht von einer
„leichten Herbstbelebung in schwieriger Zeit“.
Dies belegt auch die Stellenseite. Der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit akqui-rierte im September in den zum Agenturbezirk gehörigen Landkreisen 678 Arbeitsstel-len. Dies waren gut 33 Prozent mehr als im Monat zuvor. Aktuell liegen 2.890 Stellen zur Vermittlung vor.
Die Kurzarbeit ist nach wie vor das wichtigste arbeitsmarktpolitische Instrument zur Stabilisierung der Beschäftigungsverhältnisse. Im September sind 40 Anzeigen von Betrieben auf Kurzarbeit eingegangen. Seit Mitte März hat die Arbeitsagentur insge-samt 3.743 Anzeigen auf Kurzarbeit registriert, die sich auf 57.556 Beschäftigte bezie-hen. Die Beantragung des Kurzarbeitergeldes erfolgt nachträglich. Allein im September sind 1.473 Leistungsanträge eingegangen, die 21.312 Arbeitnehmerinnen und Arbeit-nehmer umfassen. Dabei sind Männer in etwa doppelt so stark von Kurzarbeit betroffen wie Frauen.
Weitere Informationen unter www.arbeitsagentur.de
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