ITRS stellt Weichen für die Zukunft

Fulda. Ein umfangreiches Arbeitsprogramm hatte sich der Industrieverband Technische Textilien – Rollladen – Sonnenschutz e.V. (ITRS) auf seiner Mitgliederversammlung vorgenommen. Auf dem Programm standen einige wichtige Weichenstellungen für die Zukunft. Ziel war es, die Struktur des traditionsreichen Industrieverbandes fit für die nächsten Jahre zu machen.


Doch zunächst standen Ergänzungswahlen zum Vorstand auf der Tagesordnung: Nach mehr als 40 Jahren ehrenamtlicher Verbandsarbeit hatte Michael Teckenberg erklärt, aufgrund seines bevorstehenden Ruhestandes nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten. Zu seiner Nachfolgerin als Schatzmeister wurde einstimmig Sandra Musculus gewählt. Sie stammt aus dem gleichnamigen Familienunternehmen aus der Nähe von Köln und ist inzwischen in vierter Generation in die Leitung des Sonnenschutz-Konfektionsbetriebes eingestiegen.
„Mein Ziel ist es, gemeinsam mit Vorstand und Geschäftsführung den Weg der letzten 2 Jahre fortzusetzen und die Finanzen des Verbandes weiter zu konsolidieren,“
so Frau Musculus in ihrer Antrittsrede. Gleichzeitig bedeutet diese Personalentscheidung, dass der Vorstand weiter verjüngt werden konnte. Und mit Frau Musculus ist künftig auch die starke Fachgruppe IVRSA (außenliegender Sonnenschutz) in die Arbeit des engeren Vorstandes des Industrieverbandes eingebunden. Präsident Thomas Roman dankte Teckenberg für seine tatkräftige Unterstützung und wünschte Frau Musculus für ihr neues Amt eine glückliche Hand.
Danach wurde es etwas trockener, denn der Umbau der Satzung stand auf dem Programm.
„Den ersten Anstoß zur Neufassung unserer Statuten gab uns die Herausforderung, der sich heute jeder Vereinsvorstand stellen muss: Verantwortung im Ehrenamt zu übernehmen ist heute nicht mehr für alle Mitglieder selbstverständlich,“
so Thomas Roman. Ziel war es, die Anzahl ehrenamtlicher Posten maßgeblich zu reduzieren und gleichzeitig mehr Handlungsfähigkeit zu gewinnen. Die Versammlung beschloss daher einstimmig, alle Fachgruppen außerhalb der IVRSA unter der traditionsreichen Bezeichnung BKTEX zusammenzufassen.
„Mit diesem Schritt reduzieren wir den Bedarf an Ehrenamtlern erheblich und profitieren maßgeblich von Synergieeffekten. Denn unsere Mitglieder sind heute oft gefordert, nicht nur textile Flächen zu konfektionieren. Vielmehr wünschen Kunden oft alles aus einer Hand, und so müssen Konfektionäre auch Komplettlösungen bieten. Immer mehr ist dann nicht nur die Auswahl und individuelle Konfektion der richtigen Gewebe wichtig. Auch die Umsetzung von Mehrwertlösungen wie digital bedruckte Werbeflächen bis hin zu beispielsweise Fassadengestaltung, Schall- oder Sonnenschutz tritt mehr und mehr in den Vordergrund und verlangt entsprechendes Know-How,“
kommentierte Thomas Roman. Und natürlich wird künftig auch das Wir-Gefühl unter den Mitgliedern dieser Fachgruppe BKTEX gestärkt. Geplant ist dazu ein Frühjahrsworkshop des BKTEX. Dort wird den Teilnehmern nicht nur die Möglichkeit zum Networken gegeben. Gemeinsam mit Gewebeherstellern, Zulieferern und Spezialisten werden auch handfeste Informationen einen Mehrwert vermitteln.
Dass die Mitglieder bereit sind, diesen Weg mit Vorstand und Geschäftsführung gemeinsam zu gehen, dokumentierte das einstimmige Votum, mit dem diese Weichenstellungen vorgenommen wurden. Thomas Roman weiter:
„Zu verdanken haben wir dies auch der sorgfältigen Vorbereitung von Vorstand und Geschäftsführung. Wir haben in den letzten Monaten viel Zeit und Energie darauf verwandt, um alle Mitglieder bei diesen Veränderungen mitzunehmen.“
Zum BKTEX-Fachgruppenvorstand wurde von den Mitgliedern Stefan Regenfuß (ROEDER Zelt- und Veranstaltungstechnik), Roger Remmel (EDSCHA) und Christopher Musculus (MUSCULUS) gewählt. Die Zusammensetzung deckt somit wichtige Teilbereiche der Verbandsarbeit ab.
Am Morgen des zweiten Tages war dann der große Moment des außenliegenden Sonnenschutzes. Die Entscheider der Fachgruppe IVRSA (außenliegender Sonnenschutz) hatten im Frühjahr den Vorstand der Fachgruppe unter Wilhelm Hachtel beauftragt, das Profil der Fachgruppe zu schärfen. Ziel war es, im politischen Berlin künftig selbstbewusster aufzutreten und sich mehr Gehör zu verschaffen. Auf Wunsch der Mitgliedsunternehmen beschritt man hier nach langer Entscheidungsfindung den Prozess, den die ITRS-Satzung bereits seit mehreren Jahren ermöglicht:  Die Fachgruppe wird als Verein im Verein offiziell registriert. Alle Mitglieder verbleiben gleichzeitig in Doppelmitgliedschaft im ITRS.
Mit der Geschäftsführung dieses IVRSA e.V. wurde dann auch Lars Rippstein und seine Mannschaft vom ITRS in Fulda beauftragt. So wird die Verwaltung der IVRSA wie bisher ressourcenschonend in bewährten Händen liegen. Damit führte ein langer Diskussionsprozess nach intensiver Vorarbeit zu einem für alle Beteiligten erfolgreichen Ende, denn diese Lösung bietet der IVRSA gleichzeitig die Möglichkeit, nach außen mehr Eigenständigkeit zu dokumentieren und dennoch die Wurzeln im ITRS nicht zu kappen.Das Programm der Veranstaltung wurde abgerundet durch den Vortrag des Keynote-Speakers Peter Brandl. Im Hauptberuf Pilot, verdeutlichte Brandl in einem mitreißenden und einprägsamen Vortrag, wie Entscheidungen situationsabhängig zustande kommen. Veranschaulicht wurde dieses theoretische Wissen mit Erfahrungen aus dem Cockpit. So bestens für den Arbeitsalltag gerüstet, wurden die Delegierten nach einem kurzen Schlusswort von Thomas Roman ins Wochenende entlassen.
Weitere Informationen unter www.itrs-ev.com
Für den Inhalt dieser Meldung ist das Unternehmen verantwortlich.