Stadt Fulda: Virtueller Bürgerdialog

Fulda. Gemeinsam mit vier weiteren osthessischen Kommunen plant die Stadt Fulda zeitnah eine interkommunale Zusammenarbeit bei der Digitalisierung sowie bei der Beteiligung am KfW-Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities: Stadtentwicklung und Digitalisierung" des Bundesinnenministeriums.


Jetzt fand ein virtueller Bürgerdialog zu dem Thema statt.
„Mit Burghaun, Neuhof, Bad Hersfeld und Ludwigsau konnten wir vier Kommunen gewinnen, die zum Teil bereits eine Expertise in Bezug auf die zukünftigen Handlungsfelder im Bereich Smart Cities besitzen. Gerade Bad Hersfeld, welches mit dem Hessentag im letzten Jahr das Thema Innovation und Digitalisierung in den Vordergrund rückte, sehen wir u.a. als Partner bei unseren Bemühungen rund um den Hessentag im nächsten Jahr. Mit Burghaun, Neuhof und Ludwigsau verbinden uns auch gemeinsame Fragestellungen, die durch die Digitalisierung und den Einsatz intelligenter Systeme wie Algorithmen lösbar erscheinen“,
so Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld.
Im Zuge der Bewerbung beim Förderprogramm veranstaltete das „Konsortium“ Ende vergangener Woche einen sogenannten virtuellen Bürgerdialog.
„Ich war vom qualitativen wie quantitativen Erfolg dieses Formates selbst ein Stückweit überrascht“,
so Wingenfeld. Der OB sowie seine Bürgermeister-Kollegen aus den beteiligten Kommunen bestärkten mit Statements die Zusammenarbeit im Osthessen-Cluster und zeigten ihre Ziele für dieses Zukunftsprojekt auf.
Im Vorfeld hatten sich rund 60 Bürgerinnen und Bürger der osthessischen Region zur Videokonferenz angemeldet, und mit den zehn Netzwerkpartnern (wie etwa dem Verein Zeitsprung e.V., dem Engineering Hightech Cluster, der Region Fulda, dem Biosphärenreservat Rhön, der Feuerwehr Bad Hersfeld oder dem Gewerbeverein Neuhof) kamen auch Protagonisten zu Wort, die diesen Prozess der urbanen wie ländlichen Digitalisierung schon lange begleiten und massiv unterstützen möchten.
 
Die Teilnehmer diskutierten die drängenden Anliegen aus den Bereichen Soziales, Infrastruktur und Verwaltung, die von der Digitalisierung nachhaltig profitieren können. Es stellte sich im Gespräch heraus, dass die Handlungsfelder, die eine Arbeitsgruppe für den Förderantrag bereits eruiert hat, die breite Palette der Themen und Wünsche der Teilnehmer am Bürgerdialog durchaus abdecken. „Smart Mobility“, „Smart Logistics“, „Smart Districts“, „Smart People“ und „Smart Region Lab“ sind die Oberbegriffe, unter denen viele Aktivitäten und künftige Ent-wicklungen der Kommunen sowie der Region zu bündeln sind.
„Wir können in diesem Zusammenhang bereits auf Erfolge und auf Geleistetes aufbauen und sehen im Osthessen-Cluster sowie im Verbund mit der Planungsre-gion NordOstHessen ein erhebliches Potenzial zur gemeinsamen Gestaltung
der Zukunft“,
erläuterte Burghauns Bürgermeister Simon Sauerbier. Und Fuldas OB Wingenfeld ergänzte:
„Dank unserer Unternehmen hier in der Region können wir diesen Prozess wirtschaftsorientiert und zugleich gesellschaftspolitisch andenken. Gerade mit der EDAG Group konnten wir in der jüngsten Vergangenheit viefältige Szenarien besprechen und hoffen, dass auch das ein oder andere Produkt aus der Schmiede osthessischer Firmen den Weg in die digitale ,Feldanwendung‘ findet.“
Alle Beteiligten waren sich einig, dass der eingeschlagene Weg ebenso nachhaltig wie notwendig ist. Neuhofs Bürgermeister Heiko Stolz formulierte es so:
„Wir müssen handeln und gemeinsam vorweggehen – dies sind wir unseren Bürgerinnen und Bürgern schuldig und dies erfordert auch unsere Zukunft. Dies schließt jedoch nicht aus, dass es im Osthessen-Cluster lediglich bei diesen fünf Kommu-nen bleibt – jeder, der mitmachen will, ist uns willkommen“.
Weitere Informationen unter www.fulda.de
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