Zufall: Lucia Puttrich zu Besuch

Fulda.  Europaministerin Lucia Puttrich besuchte die ZUFALL logistics group in Fulda. Mit etwa 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Speditionsunternehmen einer der größten regionalen Anbieter von Spedition- und Logistikdienstleistungen in Deutschland.


Die Themen waren breit gefächert. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Branche, aber auch der Brexit und europäische Vorgaben.
Begrüßt wurde die Staatsministerin von Niederlassungsleiter Christoph Göbel:
„Häufig stehen und standen in den vergangenen Monaten ja die Großkonzerne im Fokus der Politik. Daher freuen wir uns sehr darüber, dass Ministerin Puttrich ZUFALL als familiengeführten Mittelständler mit über 90-jähriger Tradition besucht, um sich über die Entwicklungen in der Logistik zu informieren. Ich denke, wir konnten der Ministerin einen guten Eindruck vermitteln, wie sich ein Logistikunternehmen nicht nur in COVID-19-Zeiten schlägt sondern auch auf einen Hard-Brexit vorbereitet.“
Ein besonderes Anliegen war dem ZUFALL-Niederlassungsleiter darüber hinaus, die Nutzung von Wasserstoff als künftigen Energieträger für die Logistik-Mobilität der Zukunft zu forcieren.
„Es gilt nun, auf europäischer Ebene alle Kräfte zu bündeln, um die Technologie und die erforderliche Infrastruktur zu einer Lösung zu treiben. Ich bin überzeugt davon, dass wir angesichts der Entwicklung des landgestützten Güterverkehrs nur so die vereinbarten CO²-Ziele erreichen werden“,
erklärt Göbel und appelliert:
„Nur Forschungsgelder alleine reichen nicht aus, es braucht die konsequente Unterstützung der Politik für diese Technologie.“
Die Europaministerin bedankte sich für den intensiven Austausch.
Die Speditions- und Logistikbranche ist bisher gut durch die Krise gekommen. Die rückläufige Entwicklung in bestimmten Bereichen konnte zum Beispiel durch den Anstieg des Onlinehandels während der Coronakrise ausgeglichen werden. Die breite Aufstellung gerade des Mittelstandes ist dabei ein wichtiges Fundament, gut die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen. Dazu beigetragen haben auch die Soforthilfen des Landes und die Kurzarbeiterregelung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Gold der Unternehmen. Es ist deshalb wichtig, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihren Mitarbeiterstamm auch in Krisen an sich zu binden. Das in Unternehmen wie der Zufall logistics group viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr ganzes Berufsleben arbeiten, zeigt die große Verbundenheit mit dem Unternehmen, aber auch die Verantwortung, die das Unternehmen für seine Belegschaft übernimmt.
„Nach wie vor herrscht beim Thema Brexit vor allem Unsicherheit. Kommt noch ein Abkommen zustande oder nicht? Davon hängen Zollverfahren, aber auch mögliche Routen ins Vereinigte Königreich und nach Irland ab. Grundsätzlich kann der Brexit für die Logistikbranche in Hessen aber auch Vorteile bringen. Denn viele Unternehmen aus Großbritannien planen derzeit europäische Waren- und Logistikzentren, um weiterhin im europäischen Binnenmarkt präsent zu sein. Hier kann Hessen von seiner geografischen Lage im Herzen Europas besonders profitieren“,
so die Europaministerin.
Weitere Informationen unter www.zufall.de
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