Vorsichtiger Optimismus

Konjunkturbericht der IHK Fulda zum Jahresbeginn 2016

 

„Unsere Unternehmen starten mit vorsichtigem Optimismus in das Jahr 2016“, erläutert Stefan Schunck, Hauptgeschäftsführer der IHK Fulda die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage.

 

Über 41 % der Betriebe berichten im Januar von einer guten Geschäftslage, das sind knapp 3 Prozentpunkte mehr als in der Herbstumfrage. Die Zahl der Unternehmen, die eine schlechte derzeitige Geschäftslage haben, ist auf nur noch 6 % gesunken.
Und auch der Blick in die kommenden Monate ist von Zuversicht geprägt, denn mehr als 36 % der Firmen erwarten eine günstigere Geschäftslage in den kommenden Monaten, 52 % gehen von unveränderter Wirtschaftslage aus und nur noch 11,4 % erwarten eine konjunkturelle Eintrübung (Herbst 2015: 14,1 %).
Aufgrund dieser Einschätzungen hat sich der Geschäftsklimaindex, der sich aus den Beurteilungen der derzeitigen wie auch der zukünftigen Lage zusammensetzt, von 118,5 Punkten im Herbst 2015 auf aktuell 130,1 Punkte erhöht und liegt leicht über dem Vorjahresniveau. „Das Jahr 2015 hat die Erwartungen der Unternehmen nicht in vollem Umfang erfüllt, die Aussichten für 2016 sind zunächst einmal ordentlich“, so Stefan Schunck für die IHK Fulda.
Diese Beurteilung wird von allen Wirtschaftszweigen getragen. Besonders optimistisch sind die Industriebetriebe. Hier spricht die Hälfte aller Unternehmen von einer aktuell guten und 42 % von einer befriedigenden Geschäftslage. Die Zahl der Betriebe dieses Wirtschaftszweiges, die eine günstigere zukünftige Geschäftslage erwarten, ist von 35,3 % (Herbst 2015) auf aktuell 48 % gestiegen.
Auch der Handel ist mit seiner derzeitigen Wirtschaftslage zufrieden: 32 % der Firmen (Herbst 2015: 23,8 %) gehen von einer guten und 64 % von einer befriedigenden Geschäftslage aus. Und auch die kommenden Monate werden positiv eingeschätzt (eher günstig: 44 %, etwa gleich: 52 %), da die Konsumlaune der Verbraucher nach wie vor anhält.
Auch bei den Dienstleistungen sprechen 43,5 % von einer guten, 56,5 % von einer befriedigenden Geschäftslage. Rund ein Viertel der Unternehmen dieser Branche rechnet in den kommenden Monaten hier jedoch mit nachlassender Umsatzentwicklung.
Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen im IHK-Bezirk Fulda ist nach wie vor hoch. Knapp ein Drittel der Firmen geht von zunehmenden und über die Hälfte von etwa gleichbleibenden Investitionen aus. Noch ausgeprägter als im Durchschnitt sind die Investitionspläne der Industriebetriebe: Hier sprechen über 60 % von steigenden Investitionen in den kommenden Monaten.
Auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt dürfte in der Region gut bleiben, denn nach der Konjunkturumfrage sprechen 25 % der Unternehmen von steigenden, 69 % von etwa gleichbleibenden und lediglich 6 % von rückläufigen Beschäftigungszahlen.
Die größten Unsicherheiten für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sehen die Unternehmen im sich immer deutlicher abzeichnenden Fachkräftemangel und in den wirtschafts- und auch außenpolitischen Rahmenbedingungen. Politische Risiken und mangelnde Rechtssicherheit in manchen ausländischen Absatzmärkten sind für die Unternehmen Hemmnisse bei den Auslandsinvestitionen und dem Export.
„Die aktuelle Konjunkturumfrage ist erstaunlich positiv ausgefallen und belegt, dass die Unternehmen auf ein gutes Jahr 2016 bauen. Gleichwohl dürfen die Risiken auf den Auslandsmärkten nicht gering geschätzt werden, die Binnennachfrage gewinnt an Bedeutung“, kommentiert Stefan Schunck, Hauptgeschäftsführer der IHK Fulda die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage seiner IHK.