Mit Optimismus in das Jahr 2017

Konjunkturbericht der IHK Fulda zum Jahresbeginn 2017

"Unsere Mitgliedsunternehmen sind mit Optimismus in das Jahr 2017 gestartet – und das trotz mancher wirtschaftlicher und politischer Unwägbarkeiten“, erläutert Stefan Schunck, Hauptgeschäftsführer der IHK Fulda, die aktuellen Ergebnisse der Konjunkturumfrage in seinem IHK-Bezirk.

Von einer guten aktuellen Geschäftslage haben zum Jahreswechsel rund 40 Prozent aller Unternehmen gesprochen, das sind 2 Prozentpunkte mehr als in der Herbstumfrage. Die Zahl der Unternehmen mit befriedigendem Geschäftsverlauf hat sich in den vergangenen Monaten leicht reduziert und liegt bei 51 Prozent. Von einer schlechten Situation berichten 9 Prozent (Herbst 2016: 2,8 Prozent).
 
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Und auch in den kommenden Monaten wird die Lage in Osthessen weitgehend unverändert bleiben. 62 Prozent der Unternehmen erwarten gleichbleibende Umsätze, knapp 28 Prozent gehen sogar von einer noch günstigeren Entwicklung aus. Rund 10 Prozent der Betriebe sprechen hingegen von rückläufigen Umsatzzahlen.
  
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Der Geschäftsklimaindikator, der sich aus der Einschätzung der derzeitigen wie auch der zukünftigen Geschäftslage zusammensetzt, ist im Januar 2017 auf 124,1 Punkte leicht angestiegen (Oktober 2016: 123,4), liegt aber deutlich unter dem Vorjahresniveau.
 
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Auch wenn sich alle Wirtschaftsbranchen auf recht hohem Niveau bewegen, gibt es im Detail unterschiedliche Bewertungen.
Bei den Industriebetrieben hat der Anteil derjenigen, die von einer guten Geschäftslage sprechen auf 34,5 Prozent zugenommen (Oktober 2016: 28 Prozent), befriedigend ist sie bei über 55 Prozent. Eine günstigere Entwicklung erwarten in diesem Wirtschaftszweig über die Hälfte aller befragten Unternehmen (Oktober 2016: 32 Prozent), eine gleichbleibende Geschäftslage prognostizieren 40 Prozent der Industriebetriebe.
Beim Handel ist die Zahl der Unternehmen mit derzeit guter Geschäftslage im Vergleich zur Herbstumfrage von 40 auf 50 Prozent gestiegen. Fast 44 Prozent der Handelsbetriebe sprechen von einer befriedigenden Umsatz- und Ertragslage. Hieran wird sich in dieser Branche auch in den kommenden Monaten wenig ändern, die große Mehrheit der Handelsbetriebe geht von einer gleichbleibenden Entwicklung aus.
Bei den Dienstleistungen berichten 42 Prozent der Unternehmen (Oktober 2016: 45,5 Prozent) von einer guten und 58 Prozent von einer befriedigenden Geschäftslage. Etwas zurückhaltender sind die Prognosen für die kommenden Monate: mit jeweils 19 Prozent halten sich die Optimisten und Pessimisten in dieser Branche die Waage.
Auch im kommenden Jahr ist die Investitionsneigung der osthessischen Unternehmen recht hoch. Über ein Drittel der Betriebe geht von zunehmenden, deutlich mehr als die Hälfte von etwa gleichbleibenden Investitionen aus. Etwas zurückhaltender sind die Unternehmen zu Jahresbeginn mit Blick auf den Arbeitsmarkt. Während im Herbst 2016 noch rund 27 Prozent von steigenden Beschäftigungszahlen ausgehen, sind es im Januar 2017 nur 18 Prozent der Betriebe, die ihre Mitarbeiterzahl aufstocken wollen. Knapp 12 Prozent gehen von einer Reduktion ihrer Belegschaft aus (Oktober 2016: 5,6 Prozent).
Mehr als jedes zweite Unternehmen sieht den drohenden Fachkräftemangel als Risiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung an. Weitere häufig genannte Risiken sind steigende Arbeitskosten, eine nachlassende Inlandsnachfrage und steigende Energie- und Rohstoffpreise. Bei den Industriebetrieben befürchten mehr als ein Viertel aller Unternehmen protektionistische Maßnahmen, die zu einem Rückgang der Auslandsnachfrage führen können.
„Die Wirtschaft in unserer Region bewegt sich nach wie vor auf sehr hohem Niveau. Gleichwohl gibt es erste Signale dafür, dass die Unsicherheiten insbesondere auf den Auslandsmärkten zugenommen haben und die Unternehmen zu einer vorsichtigeren Einschätzung veranlassen. Die starke Investitionsbereitschaft zeigt, dass die Betriebe den Standort weiter festigen und sich für die Zukunft rüsten“, fasst Stefan Schunck die Ergebnisse der aktuellen Umfrage zusammen.