Stabiler Aufwärtstrend

Konjunkturbericht der IHK Fulda zum Jahresbeginn 2018

„Die osthessische Wirtschaft weist einen stabilen Aufwärtstrend auf“, so interpretiert Stefan Schunck für die Industrie- und Handelskammer Fulda die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage.

Über die Hälfte der Unternehmen, die sich hieran beteiligt haben, sprechen von einer guten derzeitigen Geschäftslage. Das sind über zehn Prozentpunkte mehr als noch in der Herbstbefragung. Bei 45 Prozent der Firmen ist die Lage befriedigend und nur ein geringer Teil der Befragten hat derzeit eine schlechte Geschäftslage zu melden.

  

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Und auch der Blick in die kommenden Wochen und Monate ist positiv: Ein Viertel der Betriebe geht von einer noch günstigeren Entwicklung aus, zwei Drittel erwarten ein in etwa gleich bleibendes hohes Niveau. Lediglich 8 Prozent gehen von einer Abkühlung aus.
 
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Im Ergebnis führt diese Einschätzung der aktuellen wie auch der künftigen Lage zu einem weiteren Anstieg des Klimaindex, der mit 131,5 Punkten ein so hohes Niveau erreicht, wie in den vergangenen Jahren nicht mehr (Oktober 2017: 117 Punkte, Januar 2017: 124,1 Punkte).
 
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Die optimistische Einschätzung wird von allen Branchen mit unterschiedlichen Akzenten geteilt.
Bei den Industriebetrieben sprechen sogar 70 Prozent von einer guten Geschäftslage, in der vergangenen Umfrage vom Oktober waren es 42 Prozent. Befriedigend ist die Situation bei fast 30 Prozent der Industriefirmen und nur ganz wenige erwarten eine schlechtere Geschäftslage. Und auch in den kommenden Monaten dürfte es weiter vorangehen: 40 Prozent prognostizieren einen noch günstigeren Geschäftsverlauf, knapp 52 Prozent der Industrieunternehmen gehen von einer stabilen weiteren Entwicklung aus.
Der Handel teilt diesen Optimismus nicht uneingeschränkt; aber auch hier reden 28 Prozent der befragten Betriebe von einer guten und 68 Prozent von einer befriedigenden Geschäftslage. Die Erwartungshaltung im Handel bleibt leicht hinter den Ergebnissen der Herbstumfrage zurück. 12,5 Prozent der beteiligten Handelsbetriebe rechnen mit einer eher günstigeren Geschäftslage (Oktober 2017: 25 Prozent) und 80 Prozent mit gleich bleibender Entwicklung (Oktober 2017: 69 Prozent).
Bei den Dienstleistungen bleibt die Stimmung positiv. Knapp 54 Prozent verzeichnen aktuell eine gute und 46 Prozent eine befriedigende Geschäftslage. Rund 11 Prozent der Dienstleistungs-Betriebe rechnen in den kommenden Monaten mit einem Rückgang.
Dass die regionalen Unternehmen optimistisch in die Zukunft schauen, zeigt auch die weiterhin hohe Investitionsbereitschaft. Fast 28 Prozent der befragten Unternehmen wollen mehr investieren, 13 Prozent schränken ihre Investitionsabsichten etwas ein. Und auch die Beschäftigung wird in Osthessen weiter auf hohem Niveau bleiben. Ein Viertel der Unternehmen möchte seine Mitarbeiterzahl aufstocken (Oktober 2017: 14,5 Prozent) und bei 66 Prozent der Firmen bleibt sie voraussichtlich konstant.
Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist nach den Umfrageergebnissen also weiterhin recht hoch. Demgegenüber steht, dass der drohende Fachkräftemangel von 70 Prozent der Unternehmen als Risiko für die weitere Entwicklung genannt wird. Als zusätzliches Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung werden hohe und steigende Arbeitskosten (46 Prozent) befürchtet.
„Der konjunkturelle Aufschwung ist mittlerweile bei fast allen Unternehmen angekommen. Auch die kleineren Betriebe mit bis zu 20 Beschäftigten, die sich im Oktober noch eher zurückhaltend geäußert haben, haben nun gefüllte Auftragsbücher und blicken wie auch die größeren Betriebe optimistisch auf die kommenden Monate. Aufgabe der Politik ist es nun, diese Entwicklung zu stützen und nicht mit weiteren bürokratischen und finanziellen Belastungen zu erschweren“, kommentiert Stefan Schunck für die IHK Fulda die Umfrageergebnisse.