Unternehmen bleiben weiter zuversichtlich

Konjunkturbericht der IHK Fulda zum Frühsommer 2018

"Die aktuelle Konjunkturumfrage zeigt erneut, dass sich die Wirtschaft der Region auf hohem Niveau bewegt. Die sich bundesweit abzeichnende konjunkturelle Delle schlägt sich in der aktuellen Umfrage noch nicht nieder“, kommentiert Stefan Schunck, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Fulda, die Ergebnisse der Umfrage aus dem Frühsommer 2018.

 

Über eine gute derzeitige Geschäftslage berichten 55,6 Prozent der Unternehmen, das sind 3,8 Prozentpunkte mehr als in der Januar-Umfrage. Gleichzeitig ist die Zahl der Betriebe mit aktuell befriedigendem Geschäftsverlauf von 44,7 Prozent auf 38,2 Prozent gesunken. Von einer schlechten derzeitigen Situation sprechen nur rund 6 Prozent der Befragten.
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Die wirtschaftliche Zukunft in den kommenden Monaten wird von den regionalen Unternehmen überwiegend positiv eingeschätzt. So erwarten rund 68 Prozent eine in etwa gleichbleibende (Januar: 66,7 Prozent), 30,5 Prozent sogar eine eher günstigere Entwicklung der Zahlen (Januar: 25 Prozent). Nur ein kleiner Teil der Befragten geht laut Umfrage von einer nachlassenden Geschäftstätigkeit aus.
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Der Geschäftsklimaindex, der sich aus der Einschätzung der derzeitigen und der zukünftigen Geschäftslage zusammensetzt, liegt mit 139 Punkten deutlich über dem vom Jahresbeginn (131,5 Punkte), und 15,6 Punkte über dem vergleichbaren Vorjahresniveau.
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Ein Blick in die einzelnen Branchen:

Wie bereits im Januar berichten 70 Prozent der Industriebetriebe von einer guten derzeitigen Geschäftslage. 23 Prozent sprechen von befriedigenden (Januar: 29,6 Prozent), rund 7 Prozent von schlechteren Ergebnissen. Positiv, aber dennoch etwas zurückhaltender als zu Jahresbeginn (41 Prozent), sind mit 33 Prozent die Erwartungen an eine eher günstige Entwicklung in den kommenden Wochen. 67 Prozent, und damit der Großteil der befragten Industriefirmen, prognostizieren eine in etwa gleichbleibende wirtschaftliche Lage.
Im Handel ist die Zahl der Betriebe mit guter derzeitiger Geschäftslage im Vergleich zur Januar-Umfrage von 28 auf rund 41 Prozent gestiegen. 59 Prozent sprechen von einer befriedigenden Umsatz- und Ertragslage (Januar: 68 Prozent). Auch die Aussichten für die Zukunft werden von den Handelsbetrieben durchaus positiv eingeschätzt. Für die kommenden Monate erwarten sie eine eher günstigere (31,8 Prozent, im Januar: 12,5 Prozent) bis etwa gleichbleibende Geschäftslage (68,2 Prozent, im Januar: 79,2 Prozent).
Auch im Dienstleistungsbereich sind die Einschätzungen der Firmen weiter positiv. 54 Prozent der befragten Unternehmen berichten von einer guten, 37,5 Prozent von einer befriedigenden aktuellen Situation. Die kommenden Monate versprechen hier eine Fortsetzung der guten Perspektiven: 28 Prozent erwarten eine eher günstige Entwicklung (Januar: 23 Prozent). Von einer etwa gleichbleibenden Lage gehen 68 Prozent der Befragten aus.
Dass die regionalen Unternehmen optimistisch in die Zukunft blicken, zeigt auch die hohe Investitionsbereitschaft, die im Vergleich zum Jahresbeginn noch einmal zugenommen hat: Während im Januar noch 28 Prozent zunehmende Investitionen planten, sind es laut der aktuellen Umfrage sogar 40 Prozent. Bei knapp der Hälfte aller Befragten werden die Investitionstätigkeiten ungefähr gleich bleiben, 11 Prozent gehen von weniger aus.
Auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt dürfte in der Region stabil bleiben. Laut der Umfrage beabsichtigen 28 Prozent der Betriebe in naher Zukunft mehr Mitarbeiter einzustellen (Januar: 25 Prozent). Bei rund 62 Prozent wird die Beschäftigungszahl ungefähr konstant bleiben. Lediglich 10 Prozent gehen von einer rückläufigen Entwicklung aus.
Als die größten Unsicherheiten für die weitere wirtschaftliche Entwicklung werden von den regionalen Unternehmen ganz überwiegend der Fachkräftemangel und die politischen Rahmenbedingungen genannt.
„Bei der Bewertung dieser positiven Ergebnisse ist allerdings zu beachten, dass die Unternehmen zeitlich vor der Iran-Entscheidung des amerikanischen Präsidenten befragt wurden. Trotz der weiteren Ungewissheit im Hinblick auf die US-amerikanische Politik und den Brexit bleiben unsere Unternehmen zuversichtlich. Das spiegelt sich auch in der Investitionsbereitschaft der Betriebe wider“, fasst Stefan Schunck die Ergebnisse der aktuellen Umfrage zusammen.