New Work auf großer Bühne

Unter dem Motto "New Work: Zukunft der Arbeit – Arbeit der Zukunft" stand unser diesjährige Fuldaer Wirtschaftstag. Neben der klassischen Veranstaltung im Maritim hatten Teilnehmende dieses Jahr die Möglichkeit, die Veranstaltung per Stream zu verfolgen. Zu hören gab es Redner:innen aus verschiedensten Bereichen der Wirtschaft, die den Gästen das Thema der neuen Arbeit auf unterschiedlichste Weise näher brachten.

New Work als Philosophie

So zeigte zum Einstieg der Christian Uhle eine philosophische Perspektive auf das Thema. „Menschen verfolgen immer mehr das, was sie wirklich wirklich wollen. Und das spiegelt sich auch in der Art und Weise wie wir arbeiten wieder“, so Uhles Gedanke. Die Rolle und der Wert der Arbeit in unserer Gesellschaft habe sich verändert. Anstatt nur für den Lebensunterhalt zu arbeiten, spiele Selbstverwirklichung, Sinn und Selbstbestimmung eine immer größere Rolle. Und hier setzte New Work an, indem sie genau diese Ziele verfolgt und Methoden zu deren Verwirklichung liefert.

Tipps vom der Expertin

Darauf gab Sinah Imaschewski, Human Ressource Business Partnerin bei SAP, einen Einblick, wie New Work beim weltweit führenden Anbieter von Software für die Steuerung von Geschäftsprozessen realisiert wird. Von Konzepten wie „Flex Time“ und „Flex Location“ (flexible Arbeitszeiten und Arbeitsplätze) bis hin zum Umgang mit Social Distancing durch Corona hat die HR Expertin schon alles mit ihrem Unternehmen ausprobiert, etabliert und gemeistert. "Wir wollen Arbeit effizient gestalten und in erster Linie das Wohlbefinden der Mitarbeiter steigern", sagt Imaschewski.

Der Weg von eigenem Wandel

Anstoß zum Umdenken der eigenen Ansichten, gab Bodo Janssen. Als Leiter einer erfolgreichen Hotelkette hat er am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, wenn man sein Unternehmen ohne Rücksicht auf seine Mitarbeitenden führt. In seinem Vortrag erzählte er von seiner innerlichen Reise vom nur auf Gewinn ausgerichteten Unternehmer hin zum Teamleiter, der seine Kolleg:innen mit Sinn und Menschlichkeit führt.
„Ich habe mich gefragt: Ist mein Kollege für mich Mittel oder Zweck? Und ist die Wirtschaft für den Menschen da oder der Mensch für die Wirtschaft? Und was haben andere Menschen am Ende des Tages davon gehabt, dass es mich gibt? All diese Fragen haben mich letztendlich dahin geführt wo ich heute bin“, so Janssen.

Fuldaer Unternehmer auf großer Bühne

Nach der Mittagspause standen drei Fuldaer Unternehmen auf der Bühne: Im Live-Videocast von IHKbla sprachen die #Chancennutzer:innen Katja Schmirler-Wortmann (Kulturzentrum Kreuz), Gerrit Schwendner (Gerrit-Entertainment) und Carolin Zuspann (Zuspann á la carte) über ihre Erfahrungen in der Corona-Krise im Hinblick auf New-Work. Ganz klar zeigte sich, dass allen die flexiblen Methoden und das flexible Mindset der neuen Arbeit eine große Hilfe in der Bewältigung der Kise waren und sind.

New Work rund um die Welt

Last but not least nahmen Anna und Nils Schnell von Mowmind die Gäste mit auf eine Reise durch die Arbeitskulturen der Welt. Zwei Jahre waren sie auf einer Modern-Work-Tour rund um den Globus und haben dabei viele Erfahrungen gesammelt, wie New Work funktionieren kann. „Wir sind der Meinung, dass Fulda großes Potenzial hat, die Wirtschaft durch NewWork-Initiativen voranzubringen und sich für die Zukunft noch besser aufzustellen“, so die Schnells. „Darum freuen wir uns ganz besonders unser gesammeltes Wissen mit Ihnen teilen zu können.“

Impressionen vom 28. Fuldaer Wirtschaftstag